Mitarbeitergedanken

Stärken was uns wichtig ist - meine Arbeit, meine Ziele und meine Motivation

Immer wieder werde ich gefragt: „Warum machst du eigentlich diese Arbeit?“ Und manchmal kommt dann der Nachsatz: „Ich könnte das nicht, dafür bin ich viel zu sensibel!“

Auch ich bin sensibel, z.B. für meine Mitmenschen, für meine Umwelt, für die Gefühle anderer und für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Aber ich habe auch den festen Wunsch zu helfen, wenn ich kann.

Damit ich das kann, wurde ich vom Kinderhospiz Cuxhaven-Bremerhaven e.V., in einem Seminar zur Kinderhospizhelferin ausgebildet. Meinen Einsatzbereich kann ich mir aussuchen. Das Aufgabengebiet ist groß und reicht von der Arbeit mit den erkrankten Kindern oder den Geschwisterkindern, über die Trauerarbeit, bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Keiner muss etwas tun, zu dem er sich nicht in der Lage sieht.

Das Ziel meiner Arbeit als ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Kinderhospiz ist immer die Entlastung der betroffenen Familien. Natürlich ist das oft keine leichte Aufgabe, denn ich sehe sehr viel Bedrückendes. Das muss auch verarbeitet werden. Aber auch schwerstmehrfachbehinderte Kinder haben gerne Spaß. Und wenn ich es geschafft habe, ein kleines Lächeln in das Gesicht des Kindes zu zaubern und die Augen zum Leuchten zu bringen, hat sich der Einsatz von ein paar Stunden meiner freien Zeit allemal gelohnt.

Monika
(Ehrenamtliche Mitarbeiterin)



Ganz oft werde ich gefragt : Wieso machst du so eine Arbeit? Wie kannst du das?

Wenn ich dann versuche es zu erklären, stelle ich immer wieder fest, dass ich mich entschuldige, dass ich diese Arbeit wirklich gerne mache. Aber warum entschuldige ich mich? Nur weil ich mit sterbenden Kindern arbeiten kann? Aber es sind doch Kinder, ganz egal ob gesund oder krank. Es sind Kinder!

Und diese Kinder, mehrfach schwerstbehindert, an Krebs erkrankt, mit epileptischen Anfällen, künstlich beatmet oder, oder, oder, genau diese Kinder sind die wirklichen Helden. Sie kämpfen jeden Tag ums Überleben und vergessen dabei nicht, uns ein Lächeln zu schenken, wenn es ihnen gut geht oder auch mal eine Tränen zu vergießen, wenn es nicht so ist.

Und wenn dann am Ende ihres kurzen Lebens doch einmal die Kraft zu Ende geht, haben sie das verdammte Recht würdevoll und in Ruhe zu sterben.

Aber genau dieser Weg, der ist es, den wir begleiten. Und es ist ein besonderer Weg, auch wenn er traurig endet. Und es ist für uns, die wir im Kinderhospiz mitarbeiten, ein Geschenk, dass wir dabei sein dürfen.

Birgit



Ich bin der festen Überzeugung, dass ich es mit dem Praktikum im Kinderhospiz Cuxhaven Bremerhaven e.V. nicht besser hätte treffen können.

Ich habe außerordentlich viel gelernt. Nicht nur hinsichtlich des Berufes und der Einrichtung. Ich habe auch Erfahrungen für das Leben gesammelt.

Von den Kolleginnen und Kollegen wurde ich auf einer netten und freundlichen Basis super betreut und ich bin tief davon beeindruckt, was für eine tolle Arbeit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in dieser Einrichtung vollbringen und wie viel Motivation und Leidenschaft die Ehrenamtlichen tagtäglich aufbringen, um Lebensqualität für die Familien zu schaffen.

Tabea, 17 Jahre
(Praktikantin März 2015)